St. Remigius - Gottesackerkirche - "Mutterkirche der Baar"

 
 
Geschichtliches

Der Überlieferung nach soll der Reichenauer Abt Waldo im Zuge der Christianisierung der Baar im Jahre 799 einen Mönchspriester "ad sacellum Sancti Remigii", zur Kapelle des heiligen Remigius, geschickt haben. Es muss sich dabei um eine kleine Holzkirche in einem Gräberfeld gehandelt haben. Um etwa 900 wurde das erste steinerne Gotteshaus errichtet. Große Teile der heutigen Remigiuskirche stammen aus 15. Jahrhundert. Nach Schäden durch Blitzeinschlag 1680 erhielt die Kirche ihr heutiges Aussehen. Nach Bau der Pfarrkirche in den Stadtmauern geriet die Remigiuskirche im 18. und 19. Jahrhundert in Vergessenheit und war lange dem Verfall preisgegeben.  Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erfolget unter Dekan Carl Alois Metz eine weitreichende Neugestaltung.   In den Jahren 1990 bis 2000 erfolgten Außen- und Innenrenovationen und die Sicherung der teilweise sehr alten Figuren (teilweise aus dem 12. Jahrhundert),  2015 bis 2017 wurden der Glockenstuhl auf Grund von Fäulnisbildung restauriert und die Kirche wegen Holzwurmbefall behandelt. 

Patronat

Remigius, Bischof von Reims in Frankreich (436 bis 533), widmete sich besonders der Christianisierung der Franken. Er taufte am Weihnachtsfest um 500 den Frankenkönig Chlodwig, der gelobt hatte, sich zu bekehren, wenn ihm der Christengott den Sieg in der Schlacht gegen die Alamannen verleihe. Die legenden berichten von seiner Sanftmut und fürsorglichen Hilfsbereitschaft   als auch von Entschiedenheit in Glaubensfragen.

Patrozinium: 1. Oktober

 

(Textquellen: "Die Pfarrgemiende Bräunlingen und ihre Kirchen"; Herausgeber: Katholisches Pfarramt Bräunlingen; ISBN 948-3-95976-121-5)

  
Bilder Innenraum
  
Turm und Glockenstuhl
 
Das Video des Baarvereins stellt die St Remigiuskirche vor
Sprecher: Martin Hornung und Michael Dury (Kulturförderverein Bräunlingen);
Kamera: Harald Ketterer (Baarverein)
  
Glocken St Remigius