Orgelsanierung 2021-2022

 
Dieses Meisterwerk soll den Menschen dabei helfen Gott zu loben und anzubeten. Seit ihrer Erschaffung hat die Orgel dazu beitragen den durch Musik betenden Menschen Gott näher zu bringen. So gesehen ist der Beitrag einer Orgel in der liturgischen Feier keine reine künstliche Ästhetik. Die Orgel wird zu einem spirituellen Instrument. Ähnliche Rolle haben Zithern und Harfen im geistlichen Leben der Psalmisten wie z.B. David, gespielt.
Um diesen hohen Erwartungen wieder genügen zu können wird die Hüfinger Orgel, in der Stadtkirche St. Verena u. Gallus, nun grundlegend restauriert und gewartet.
Bereits im Jahr 1632 ist in der Stadtkirche eine Orgel vorhanden. Diese ist im Zusammenhang mit dem „Hüfinger Blutbad“ im 30-jährigen Krieg erwähnt. In den folgenden Jahrhunderten sind immer wieder neue Orgeln installiert worden. Auch von immer wiederkehrenden Reparaturen und Wartungen wird berichtet.
Die Orgel in der heutigen Form wurde erst am 19. März 1972 eingeweiht. Das bereits vorhandene Gehäuse und einige Register einer älteren Orgel aus dem Jahr 1866 wurden wieder verwendet. Hinzu kam ein Rückpositiv, welches in der Form dem Hauptwerk gleicht und in die Brüstung der Empore eingearbeitet wurde. Die Traktur (Innenteile des Orgelregisterwerkes) ist mechanisch, die für die Klangfarbe der Orgel verantwortlichen Register sind elektrisch zu steuern. Der Spieltisch besteht aus drei Manualen (Klaviaturen mit der Hand zu spielen) und einem Pedal (mit den Füßen zu spielen). Insgesamt sind in der Orgel 24 Register, die für die Klangfarbe verantwortlich sind, mit beeindruckenden 1620 Pfeifen verbaut.
Die letzte Ausreinigung, wie eine Generalüberholung bei Orgeln genannt wird, wurde 1988 nach der großen Kirchenrenovation durchgeführt.
Nun wird seit Mitte November die Orgel in der Stadtkirche St. Verena u. Gallus in Hüfingen erneut grundlegend saniert. Die Renovation wird von der Orgelbaufirma Stehle aus Haigerloch-Bittelbronn durchgeführt. Orgelbauer Markus Hilbel und seine Mitarbeiterin Martina Janker haben bereits die Pfeifen des Hauptwerks und des Pedals ausgebaut. Die Holzteile werden von Staub und Schmutz gereinigt,
Stockflecken werden entfernt und das Holz wird speziell behandelt. Danach werden alle Trakturen gereinigt, überprüft und schadhafte Teile ausgetauscht. Metallpfeifen werden gewaschen und gereinigt. Die Prospektpfeifen (sichtbare Pfeifen) werden neu aufpoliert. Holzpfeifen werden ausgesaugt und feucht
gereinigt. Somit stehen alle Pfeifen wieder auf den Pfeifenstöcken und werden Registerweise wieder eingebaut.
Die Windladen, welche die für die Pfeifen benötigte Luft steuern werden auf Dichtigkeit überprüft. Die Bälge werden neu beledert und wieder eingebaut. Der Orgelmotor wird ersetzt und neue Magnete für die Registertraktur eingebaut. Außerdem erhält die Orgel eine neue Stromversorgung und der Spieltisch, sowie die Kleinspannungsanlage werden geprüft  und überarbeitet. Nach diesen umfangreichen Arbeiten wird die Orgel wieder auf- bzw. zusammengebaut und nachintoniert. Schlussendlich erfolgt eine Generalstimmung damit das „herrlichste Instrument“ wieder erklingen und die Gottesdienste begleiten kann.
Wie die letzten 400 Jahre auch, ist ein solches Projekt finanziell nur dann umzusetzen, wenn viele Menschen zusammen jeweils einen kleinen Teil übernehmen. Wir freuen wir uns über jede kleine Zuwendung.
 
Diese können Sie gerne auf folgendes Konto der Kirchengemeinde Auf der Baar überweisen:
IBAN: DE87 6649 0000 0010 0340 27 | BIC: GENODE61OG1
Bitte geben Sie an, ob eine Spendenbescheinigung ausgestellt werden soll.
Entweder gleich auf dem Überweisungsträger oder im Pfarrbüro in Hüfingen, 
Tel. 61295.
Wir bedanken uns bei allen, die unsere Orgelrenovation unterstützen.