Orgel in der Stadtkirche Bräunlingen

 
 
Historie
Die Orgel der Stadtkirche Bräunlingen hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. 
Ursprung 1887 und Neubau 1975
Das Hauptgehäuse stammt aus der Zeit des Kirchenbaus um 1887 und fügt sich stilecht in den Kirchenraum ein. Die damals installierte Orgel der Überlinger Firma Schwarz mit ca. 30 Registern musste bei der  Innenrenovation 1975 einem Neubau der Firma Pfaff mit 40 Registern auf 3 Manual- und einem Pedalwerk weichen. Das Hauptgehäuse und 16´-Register blieben erhalten.  Die Orgel wurde im Zuge des Neubaus um ein Rückpositiv erweitert. Als Mitte der 90er Jahre in Bräunlingen eine hauptamtliche Kirchenmusikerstelle eingerichtet wurde, traten schnell die Schwächen des Neubaus zu Tage. Diese waren vor allem in der neobarocken Disposition und Intonation zu finden.
1998: Ausreinigung
So wurde 1998 bei der Ausreinigung des Instruments eine Umintonation durch die Firma Lenter vorgenommen.
2005:Technische Sanierung
2005 folgte eine technische Sanierung durch den Einbau einer modernen Setzeranlage, dem Einbau eines Langsamläufer-Gebläsemotors und dem Einbau der Koppel III/I.
2017: Reinigung und grundlegende technische Sanierung
Nach der Innenrenovation des Kirchenraumes 2017 wurde das Instrument wiederum von der Orgelbaufirma Lenter  ausgereinigt und die technische Anlage überholt. Die Schleifenzugmotoren wurden zu den heute üblichen Schleifenzugmagneten ausgetauscht. Die Bälge wurden neu beledert. Kunststoffteile wie die Lagerdocken an den Wellenbrettern wurden durch Holzteile ersetzt. Schließlich wurde auch das Hauptgehäuse restauriert. Der Austausch zweier Register, der Flöte 8` im Hauptwerk und der Rohrflöte 4`im Rückpositiv sowie eine optimierende Nachintonation haben nun ein wertvolles Instrument entstehen lassen. Die Zungenregister sind deutlich gestärkt und das Schwellwerk hat nun einen geringfügig höheren Winddruck. Das Instrument kommt nun besser mit dem großen Raum der Stadtkirche
 
Ton sucht Pate
Für die neu hergestellten 112 Pfeifen und die allgemeine Sanierung des Instruments werden Paten und Spender gesucht. Benutzen Sie dazu das Spendenformular und schicken Sie dieses an das kath. Pfarramt, Hüfingerstr. 2 in 78199 Bräunlingen. Eine entsprechende Spendenbescheinigung stellt das Pfarrbüro gerne aus. 
Geben Sie den Ton an und werden Sie Orgelpate!
 
Das Formular für die Preifenpatenschaft erhalten Sie Hier:
 
Disposition der Orgel in der Stadtkirche Bräunlingen 
 
Zweites Manual: Hauptwerk
  1. Gedeckt 16`
  2. Prinzipal 8`
  3. Flöte 8`      (neu 2017)
  4. Gamba 8`      (alt)
  5. Octave 4`
  6. Kleingedeckt 4`
  7. Quinte 2 2/3`
  8. Oktave 2`
  9. Mixtur 1 1/3`         4-fach
  10. Cornett-Mixtur       (ab C, ab g° 8`)  4 – 5 fach
  11. Trompete 16´
  12. Trompete 8`
  13. Koppel I / II
  14. Koppel III /      II
Pedal
  1. Prinzipal 16`      (alt)
  2. Subbaß 16`      (alt)
  3. Oktavbaß 8`
  4. Gedeckt 8`
  5. Choralbaß      4`
  6. Basszink  3fach 5 1/3`
  7. Mixturbass      4fach
  8. Posaune 16`      (teilweise alt)
  9. Trompete 8`
  10. Koppel I /      Ped
  11. Koppel II /      Ped
  12. Koppel III /      Ped
Drittes manual: Schwellwerk
  1. Rohrflöte 8`
  2. Salicet 8`
  3. Prinzipal 4`
  4. Spillflöte 4`
  5. Rohrquinte 2 2/3`
  6. Schwiegel 2`
  7. Hörnle 1 1/3`
  8. Schwebung 8` (aus alten Beständen)
  9. Mixtur 2`   3 – 4 fach
  10. Schalmei 8`
  11. Clairon 4`
  12. Tremulant
Erstes manual: Rückpositiv 
  1. Gedeckt 8`
  2. Prinzipal 4`
  3. Rohrflöte 4` (neu 2017)
  4. Waldflöte 2`
  5. Sesquialter 2 fach
  6. Okave 1`
  7. Zimbel 3 fach
  8. Cromorne 8`
  9. Tremulant
  10. Koppel III / I
 7000 Setzerkombinationen auf 7 Ebenen, USB-Schnittstelle; Walze
 
 
  
Orgel heute
  
Orgelrenovation 2017
Ansprechpartner

Frank Rieger

 

Kirchenmusiker u.L.F. vom Berge Karmel Bräunlingen

  • Organist und Chorleiter aller kirchenmusikalischer Gruppierungen in Bräunlingen
  • Kirchenmusiker im Dekanat Schwarzwald-baar